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Beschreibung der Fachwörter:

Alevitentum: Das Alevitentum ist eine Religionsgemeinschaft. Die Aleviten stellen in der Türkei mit 35% der Bevölkerung die zweitgrößte Religionsgruppe. Das Alevitentum hat sich aus der islamischen Schia entwickelt und hat sehr viele Elemente aus dem Sufismus übernommen.

Bektaschi:  Der Bektaschi-Orden-Tariqa ist einer der größten und einflussreichsten islamsichen Derwisch-Orden in Anatolien und in einigen Teilen des Balkans. Als Gründer gilt traditionell Haci Bektasi Veli, der in Persien geboren ist.

Mohammed:  ist ca. 571 in Mekka geboren und ist am 8 Juni 632 in Medina  gestorben. Mohammed ist der Stifter der islamsiche Religion. Er wird von den Muslimen als der letzte Prophet  in der Geschichte der Menschheit angesehen.

12 Imame: Die Reihe der 12 Imame wird von Hz. Ali, dem Schwiegersohn des Propheten Mohammeds, angeführt. Die darauffolgenden Imame sind seine Nachkommen. Nach den Aleviten und Schiiten sind die Blutsverwandten des Propheten, 12 Imame, die rechtmäßigen Nachfolger, die den Islam als geistliche Oberhäupter anführen sollten. Sie wurden alle in einer Zeitspanne von ca. 350 Jahren nacheinander ermordet. Nur der letzte wurde nicht ermordet, Imam Mehdi, der von der Erdoberfläche verschwunden ist und als Erlöser zurückkehren wird.

Haci Bektasi Veli:  Haci Bektasi Veli war ein Mystiker aus Horazan, der in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Anatolien lebte und wirkte. Nach ihm ist die Bektaschi-Derwisch-Orden benannt. Er war nicht nur ein Mystiker, sondern auch ein bedeutender Philosoph, der einen bedeutenden Einfluss auf die Bevölkerung Anatoliens hatte. 

Hizir: Hizir oder auch Hizir Pascha war der ehemalige Schüler Pir Sultan Abdals. Er ging als sein Schüler fort, um im osmanischen Reich sich zu bilden bzw. sich in das System einzuintegrieren. Als Hizir einen höheren Amt erlangt, verurteilt er seinen ehemaligen Lehrer Pir Sultan Abdal zu Tode.

Asik: Ein Asik ( türk. " Verliebter") ist ein angesehener , türkischer Volks- und Epensänger, der mit seinem Saz seine Gefühle und Emotionen zum Ausdruck bringt. 

Derwisch: Ein Derwisch wird vor allem in den europäischen Sprachen als Sufi bezeichnet. Ein Derwisch ist ein Angehöriger eines muslimischen religiösen Ordensgemeinschafts (tariqa), der im allgemeinen für seine Strenge und Armut bekannt ist. Derwische praktizieren den Sufismus und gelten als Quelle der Weiseit, der Poesie,  der Erleuchtung, der Heilkunst und der Klugheit.

Mystiker: Das Wort Mystik kommt aus dem lateinischen mysticus , was so viel wie geheimnesvoll und unbeschreiblich heißt.

Sufi: Der Sufismus oder auch Sufitum oder Sufik, gilt allgemein als die islamische Mystik. Die Anhänger des Sufismus sehen Ihre Lehre nicht als ein spirituelles Produkt der islamischen Religion, sondern er offenbart ledeglich die esoterische Wahrheit des Islam.

Ilahi: Ilahi ist ein türkischer Ausdruck für ein religiöses Lied. Die Ilahi hat ihren Platz in den islamischen Sufiorden (Tariqas). Einer der bekanntesten Dichter, der in seinen poetischen Werken die Texte für ein Ilahi übermitteln , war Yunus Emre.

Epidemie: Eine Epidemie auch Seuche genannt, ist die zeitliche und örtliche Häufung einer Krankheit innerhalb einer Population, wobei es sich dabei im engeren Sinn um Infektionskrankheiten handelt.

Das osmanische Reich: Das Reich der Dynastie der Osmanen ca. 1299 bis 1923. Das Reich war mehrere Jahrhunderte lang eine Macht in Kleinasien, auf dem Balkan, im Nahen Osten, in Nordafrika und auf der Krim. Im 19. Jahrhundert wurde das Reich von den europäischen Mächten auf Kleinasien zurückgedrängt.

Pascha: In dem Sinne ein osmanischer Titel. Es wird auch als ein rücksichtsloser und machtsüchtiger Mann bezeichnet.

Vezir:  Eine Rangordnung im System des osmansichen Reiches. 

Hatti: Hatti ist eine antike Landschaft in Kleinasien. Hatti ist die Heimat der Hattier, der vorindogermanischen Bevölkerung Kleinasiens, die ihr Zentrum in Hattuscha hatten.

Luwier: Die Luwier waren eines von drei anatolischen Völkern, die vor 2000 v. Chr. aus Zentralasien nach Anatolien einwanderten.

Urartu: Urartu war ein im 9 Jahrhundert entstandenes Reich im Vorderen Orient. Es lag im östlichen Anatolien und umfasste auch weitere Gebiete Transkaukasiens. Das Reich Urartu existierte bis zum Beginn des 6 Jahrhunderts v. Chr.

Dorer: Die indogermanischen Dorier waren ein griechisch-sprachiger Volksstamm, der wahrscheinlich im nordwestgriechischen Raum Epirus und Makedonien beheimatet war.

Ionier: Die Ionier waren ebenso ein Volksstamm des alten Griechenland. Sie sollen zur ersten Welle griechischer Einwanderer um 1600 v. Chr. gehört haben.

Diadochen: Die Diadochen waren ehemalige Feldherren des Alexander des Großen und deren Söhne (die Epigonen), die nach dessen unerwarteten Tod 323 v. Chr. das Alexanderreich unter sich aufteilten und sich mit wechselnden Bündnissen in insgesamt sechs Diadochenkriegen bekämpften.

Reich von Pergamon: Pergamon ist eine antike Stadt nahe der Küste Kleinasiens, die während des Hellenismus und der Attalidendynastie zum Zentrum eines bedeutenden Königreichs heranwuchs. Heute ist der türkische Name der Stadt Bergama.

Kappadokien: Kappadokien ist eine Landschaft in Zentralanatolien in der Türkei. Das Gebiet, das als Kappadokien bezeichnet wird, liegt im heutigen Nevsehir. Der Name Kappadokien soll aus dem Altpersischen Katpatuka kommen und " Land der schönen Pferde " bedeuten.

Kelten: Als Kelten bezeichnete man schon in der antike ein Volk oder eine Gruppe von Völkern und Stämmen in Europa und Kleinasien, die sich durch kulturelle Gemeinsamkeiten und verwandte Sprachen auszeichneten.

Galatien: Galatien war ein bewohntes Gebiet  der Kelten in Zentralanatolien in der hellinistischen, römischen und byzantischen Zeit. Die Zentren Galatien waren Gordion und Ankyra ( heute Hauptstadt der Türkei, Ankara.)

Perge: Die Perge war ebenfalls eine antike Stadt, die 16 km nordöstlich von Antalya liegt. 

Ephesos: Ephesos war einer der bedeutensten und ältesten griechischen Städte Kleinasiens im Altertum. Im Altertum lag es dirket am Meer.

Seldschuken: Die Seldschuken waren eine muslimische Fürstendynastie turkmenischer Abstammung in Mittelasien, dem Irak , Iran und Anatolien (1083-1194). Sie waren sunnitische Muslime und brachten den Islam nach Anatolien. 

Ikonion: Ikonion, die heutige Stadt Konya, ist die Haupstadt der türkischen Provinz Konya.

Alexander der Große: Alexander der Große (356 v. Chr-323 v. Chr.), auch bekannt als Alexander III., war ein makedonischer König. Durch den Alexanderzug nach Persien und Ägypten und bis an den indischen Subkontinent, dehnte er die Grenzen seines Reiches aus.

Pompeius:  Gnaeus Pompeius Magnus (106 v. Chr.-48 v. Chr.) war ein römischer Feldherr und Politiker. Er galt als der brillianteste Heerführer seiner Zeit.